Perfekte Schwünge: Seilbahn Olang I+II, Plan de Corones, Italien

Transparente Dachkonstruktion mit räumlichem Stahlrohrfachwerk und einlagiger ETFE-Folie

Erinnern die ebenso sanften wie markanten Schwünge der ETFE-Dächer an die umliegenden, verschneiten Gipfel? Oder doch eher an wogende Hamburger Nordseewellen? Wir sagen: Klar ersteres. Trotzdem weht nun der Hauch einer Hamburger Brise durch die Tiroler Alpen, denn der Gewinnerentwurf für die neuen Einhausungen der Seilbahn-Stationsgebäude „Olang I + II“ im Südtiroler Skigebiet Kronplatz stammt von den Architekt*innen des Hamburger studio schlotthauer matthiessen – architecturemade.

Diese gestalteten die Tal-, Mittel- und Bergstation der Seilbahn derart, dass die Seilbahntechnik komplett einsehbar und erlebbar bleibt. Die transparenten Gebäudehüllen integrieren, erweitern und verbinden die bestehenden Stationsbauten und sind von der ebenfalls transparenten Dachkonstruktion mit räumlichen Stahlrohrfachwerk baulich komplett unabhängig. So können die Gebäude frei mit den natur- und technikbedingten Erschütterungen schwingen, während in der stützenfreien, lichtdurchfluteten Halle viel Bewegungsfläche für die Fahrgäste bleibt.

Die Ausführungsplanung, die Werkstattplanung, die Montageplanung und die Statik für die einlagigen ETFE-Folien und Seile der Dachkonstruktion leistete LEICHT für die ausführende Firma Temme // Obermeier.

Auftraggeber:
Temme // Obermeier GmbH

Architekt:
studio schlotthauer matthiessen – architecturemade

Fotos:
Temme // Obermeier GmbH